Georg Spalatin

Georg Spalatin (eigentlich Burckhardt) (1484-1545) aus Spalt in Mittelfranken, Studium in Erfurt und Wittenberg, durch Förderung von Konrad Mutian 1508 von Kurfürst Friedrich III. zum Erzieher seiner Neffen bestellt. In den folgenden Jahren als kurfürstlicher Rat, Geschichtsschreiber, Bibliothekar, Gesandter und schließlich Pfarrer und Superintendent von Altenburg tätig. Als enger Vertrauter des Kurfürsten wie auch Luthers wurde er zum „Steuermann der Reformation“ in Sachsen. 

Dokumente

Martin Luther bittet über Georg Spalatin Kurfürst Friedrich den Weisen, er möge ihm das Geleit durch kursächsisches Gebiet verwehren und ihm so einen Vorwand liefern, um eine Vorladung nach Rom ablehnen zu können

Datierung:
28. August 1518
Der Sommer 1518 war ein sehr angespannter und dramatischer Zeitabschnitt in Luthers Leben. Seine Ablassthesen hatten eine große Verbreitung und breite Resonanz seit ihrer... zum Dokument

Martin Luther bezeichnet den Papst als Antichristen und berichtet Georg Spalatin von Unruhen der Studenten in Wittenberg

Datierung:
24. Februar 1520
Während seines Schaffens in Wittenberg führte Martin Luther eine äußerst rege Briefkorrespondenz mit seinem Freund und Berater Georg Spalatin. Man tauschte sich über... zum Dokument

Martin Luther nimmt Stellung zu Ulrich von Hutten und betont, er wolle für das Evangelium nicht mit Gewalt und Mord streiten

Datierung:
16. Januar 1521
Zu Beginn des Jahres 1521 hatte sich die Situation Luthers dramatisch verschärft. Eigentlich wurde bereits im Sommer 1518 der Prozess wegen Ketzerei gegen ihn in Rom... zum Dokument

Martin Luther schreibt von der Wartburg an Georg Spalatin und spricht sich gegen eine Gefangennahme oder Hinrichtung der sogenannten Zwickauer Propheten aus

Datierung:
17. Januar 1522
Am 17. Januar 1522 kündigte Luther an, dass er aus der „Einöde“, wie er sein Versteck auf der Wartburg in Anlehnung an den Rückzugsort frühchristlicher Eremiten nannte,... zum Dokument

Martin Luther berichtet Georg Spalatin über die Flucht von neun Nonnen aus dem Kloster Nimbschen, darunter seine spätere Ehefrau Katharina von Bora, und bittet für sie um eine Spendensammlung am kursächsischen Hof

Datierung:
10. April 1523
Mit seiner Schrift „De votis monasticis“ von 1521 formulierte Martin Luther sehr früh seine Kritik an den Mönchsgelübden und bewegte damit zahlreiche Mönche und Nonnen... zum Dokument
Bild: Portrait von Lucas Cranach d.Ä. 1509, Museum der Bildenden Künste Leipzig (Ausschnitt).