Karlstadt

Der Theologe Andreas Rudolf Bodenstein (1486-1541), genannt Karlstadt, setzte 1521 und 1522 etliche kirchliche Reformen in Wittenberg durch. Wegen der infolgedessen aufgekommenen Unruhen und unterschiedlicher theologischer Auffassungen kam es zum Bruch zwischen ihm und Martin Luther. Seine theologische Position bedingte 1524 einen zeitweiligen Landesverweis aus Kursachsen, welches er 1529 gezwungenermaßen endgültig verließ.

Dokumente

Andreas Bodenstein teilt Kurfürst Friedrich dem Weisen mit, dass er nach seiner Entlassung in Orlamünde zur Vermeidung neuer Glaubensstreitigkeiten auch auf sein Archidiakonat am Wittenberger Allerheiligenstift verzichtet

Datierung:
8. August 1524
Der durch seine radikale Gemeindereformation hervorgetretene und deshalb in Kursachsen unliebsam gewordene Andreas Bodenstein, genannt Karlstadt, erklärte in seinem Brief... zum Dokument

Luther fordert von Kurfürst Johann von Sachsen die Durchführung der Kirchen- und Schulvisitation im ganzen Land und bittet darum, dass Karlstadt in Kemberg wohnen dürfe

Datierung:
22. November 1526
Erste kirchliche Visitationen lassen sich bereits weit vor der Reformationszeit nachweisen. Bei diesen handelte es sich um Besuche kirchlicher Amtsträger in den Gemeinden... zum Dokument

Martin Luthers Bedenken gegen die Einladung Landgraf Philipps zum Marburger Religionsgespräch

Datierung:
23. Juni 1529
Den Entschluss, zwischen den Vertretern der oberdeutschen Reformation um Huldrych Zwingli in Zürich und der Wittenberger Reformation um Luther und Melanchthon ein... zum Dokument
Bild: Porträt Andreas Bodensteins aus einem Basler Gedenkblatt von 1541/42; Wikimedia Commons