Martin Luther

Martin Luther (1483-1546) war Theologe und Reformator. 1517 wandte er sich gegen den Ablasshandel und übte Kritik am Papsttum, weshalb 1521 der päpstliche Bann und die Reichsacht über ihn verhängt wurden. Die reformatorische Lehre hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits Anhänger, auch unter den Fürsten des Reiches, gefunden. Luther wurde zu einer zentralen Figur der reformatorischen Bewegung.

Dokumente

Vertrag zwischen Hans Luder, Vater Martin Luthers, und Tile Rinck über den Betrieb eines Hüttenwerks mit drei Schmelzfeuern vor der „Rabenkupp“ westlich von Mansfeld

Datierung:
1. August 1507
Um die Bedeutung Martin Luthers für die deutsche und europäische Geschichte, aber auch um den Menschen hinter der Figur „Luther“ zu verstehen, ist dessen soziale Herkunft... zum Dokument

Eintrag des Hans Luder, Vater Martin Luthers, in einer Liste der mansfeldischen Hüttenmeister

Datierung:
15. Januar 1508
Um die Bedeutung Martin Luthers für die deutsche und europäische Geschichte, aber auch um den Menschen hinter der Figur „Luther“ zu verstehen, ist dessen soziale Herkunft... zum Dokument

Kardinal Albrecht von Brandenburg weist seinen Hofmeister Graf Botho von Stolberg sowie seine anderen Räte an, Maßnahmen gegen die Verbreitung der Lehren Luthers zu ergreifen, die er als „giftigen irrthumb“ bezeichnet

Datierung:
13. Dezember 1517
Im November 1517 erhielt Kardinal Albrecht von Brandenburg einen Brief eines „vermessen monichs zcu Wittenberg“, welcher den Ablass und das Ablasswesen im Allgemeinen... zum Dokument

Martin Luther bittet über Georg Spalatin Kurfürst Friedrich den Weisen, er möge ihm das Geleit durch kursächsisches Gebiet verwehren und ihm so einen Vorwand liefern, um eine Vorladung nach Rom ablehnen zu können

Datierung:
28. August 1518
Der Sommer 1518 war ein sehr angespannter und dramatischer Zeitabschnitt in Luthers Leben. Seine Ablassthesen hatten eine große Verbreitung und breite Resonanz seit ihrer... zum Dokument

Martin Luther bezeichnet den Papst als Antichristen und berichtet Georg Spalatin von Unruhen der Studenten in Wittenberg

Datierung:
24. Februar 1520
Während seines Schaffens in Wittenberg führte Martin Luther eine äußerst rege Briefkorrespondenz mit seinem Freund und Berater Georg Spalatin. Man tauschte sich über... zum Dokument

Papst Leo X. droht Martin Luther den Bann an, falls er innerhalb einer Frist von 60 Tagen seine Ansicht nicht widerrufe.

Datierung:
15.6.1520
„Erhebe dich, Herr, […] ein Wildschwein sucht deinen Weinberg zu verwüsten!“, so warnte Papst Leo X. eindringlich vor der Gefährdung der Kirche durch die Lehren Martin... zum Dokument

Martin Luther nimmt Stellung zu Ulrich von Hutten und betont, er wolle für das Evangelium nicht mit Gewalt und Mord streiten

Datierung:
16. Januar 1521
Zu Beginn des Jahres 1521 hatte sich die Situation Luthers dramatisch verschärft. Eigentlich wurde bereits im Sommer 1518 der Prozess wegen Ketzerei gegen ihn in Rom... zum Dokument

Beginn eines Redemanuskripts Martin Luthers in deutscher Sprache vor dem zweiten Verhör auf dem Reichstag in Worms

Datierung:
[17./18. April 1521]
Die „causa Lutheri“ – die Luthersache - war keineswegs der einzige Tagesordnungspunkt des Reichstages, der am 27. Januar 1521 in Worms durch Kaiser Karl V. feierlich... zum Dokument

Johann König, Kanoniker aus Eisenach, teilt dem Siegler des Mainzer Erzstiftes, Dr. Kaspar Westhus, Einzelheiten des Überfalls auf Luther mit.

Datierung:
zwischen 4.5. und 12.5.1521
„Ich laß mich eintun und verbergen, weiß selbst noch nicht wo, und wiewohl ich lieber hätte von den Tyrannen […] den Tod erlitten, muß ich doch guter Leut Rat nicht... zum Dokument

Kaiser Karl V. verurteilt Luther gemäß der päpstlichen Bulle als Ketzer und befiehlt, ihn nach Ablauf des ihm gewährten 20tägigen freien Geleits gefangenzusetzen und an ihn zu überstellen, gegen seine Anhänger vorzugehen und seine Schriften nicht weiter zu verbreiten bzw. zu vernichten (Wormser Edikt)

Datierung:
8. August 1521
Die Verurteilung Luthers vollzog sich über drei Stufen: (1) Mit der Bulle „Exsurge Domine“ vom 15. Juni 1520 verurteilte Papst Leo X. 41 Lehrsätze aus Luthers Schriften... zum Dokument

Martin Luther schreibt von der Wartburg an Georg Spalatin und spricht sich gegen eine Gefangennahme oder Hinrichtung der sogenannten Zwickauer Propheten aus

Datierung:
17. Januar 1522
Am 17. Januar 1522 kündigte Luther an, dass er aus der „Einöde“, wie er sein Versteck auf der Wartburg in Anlehnung an den Rückzugsort frühchristlicher Eremiten nannte,... zum Dokument

Martin Luther ermahnt den Kurfürsten Friedrich den Weisen, das Kreuz der Wittenberger Unruhen geduldig zu ertragen und mit Klugheit vorzugehen. Er kündigt ihm seine baldige Rückkehr nach Wittenberg an.

Datierung:
um den 24.2.1522
Nach der Verweigerung des Widerrufes seiner Schriften und Lehren auf dem Reichstag von Worms im April 1521 wurde die Reichsacht über Martin Luther verhängt, die ihn für... zum Dokument

Martin Luther bittet seinen Freund Georg Spalatin, sich für einen armen Fischer einzusetzen

Datierung:
7. Juni 1522

Martin Luther berichtet Georg Spalatin über die Flucht von neun Nonnen aus dem Kloster Nimbschen, darunter seine spätere Ehefrau Katharina von Bora, und bittet für sie um eine Spendensammlung am kursächsischen Hof

Datierung:
10. April 1523
Mit seiner Schrift „De votis monasticis“ von 1521 formulierte Martin Luther sehr früh seine Kritik an den Mönchsgelübden und bewegte damit zahlreiche Mönche und Nonnen... zum Dokument

Martin Luther äußert sich über Thomas Müntzer

Datierung:
3. August 1523
Typisch für die Briefe Martin Luthers war es, nicht nur ein zentrales Thema anzusprechen, sondern gleich mehrere, die ähnlich wie in einem Gespräch ohne Überleitungen von... zum Dokument

Luther bittet Kurfürst Friedrich III. um Bestätigung der Ordnung des Gemeinen Kastens für die Stadt Leisnig

Datierung:
11. August 1523
Die kursächsische Stadt Leisnig hatte sich bereits früh der evangelischen Lehre zugewandt. Bis zum Ende des Jahres 1522 wurden viele altgläubige Bräuche abgeschafft und... zum Dokument

Martin Luther berichtet Nikolaus Hausmann von der Geburt seines ersten Sohnes Hans

Datierung:
13. Juni 1526
In seinem Brief vom 13. Juni 1526 verkündete Luther freudig seinem engen Vertrauten Nikolaus Hausmann (um 1479-1538) die Geburt seines Sohnes, Johannes (Hans) Luther. Das... zum Dokument

Landgraf Philipp erbittet den Rat von Luther und Melanchthon zur Durchführung erster reformatorischer Maßnahmen in Hessen

Datierung:
September 1526
Der Brief an Luther und Melanchthon wurde von Landgraf Philipp in Eile und flüchtig zu Papier gebracht, deshalb sind manche Formulierungen ungelenk oder grammatikalisch... zum Dokument

Luther fordert von Kurfürst Johann von Sachsen die Durchführung der Kirchen- und Schulvisitation im ganzen Land und bittet darum, dass Karlstadt in Kemberg wohnen dürfe

Datierung:
22. November 1526
Erste kirchliche Visitationen lassen sich bereits weit vor der Reformationszeit nachweisen. Bei diesen handelte es sich um Besuche kirchlicher Amtsträger in den Gemeinden... zum Dokument

Martin Luther rät Landgraf Philipp von Hessen, die Reformatio ecclesiarum Hassiae („Homberger Kirchenordnung“) nicht zu veröffentlichen und sie nicht als Regelwerk für seine Reformation zu benutzen

Datierung:
7. Januar 1527
Landgraf Philipp von Hessen bekannte sich persönlich seit Sommer 1524 zur Lehre Luthers und ließ seither die evangelischen Prädikanten in Hessen gewähren. Auf dem Speyrer... zum Dokument

Martin Luthers Bedenken gegen die Einladung Landgraf Philipps zum Marburger Religionsgespräch

Datierung:
23. Juni 1529
Den Entschluss, zwischen den Vertretern der oberdeutschen Reformation um Huldrych Zwingli in Zürich und der Wittenberger Reformation um Luther und Melanchthon ein... zum Dokument

Huldrych Zwingli nimmt die Einladung zum Marburger Religionsgespräch an

Datierung:
14. Juli 1529
Auf dem Speyrer Reichstag des Jahres 1529 legten zwar die evangelischen Reichsstände ihre berühmte „Protestation“ gegen die Aufkündigung des Konsenses von 1526 durch... zum Dokument

Die Marburger Artikel

Datierung:
4. Oktober 1529
Auf dem Speyrer Reichstag im April 1529, auf dem die evangelischen Stände erneut reichspolitisch bedrängt wurden und dagegen politischen Protest erhoben („Speyrer... zum Dokument

Huldrych Zwingli versichert Landgraf Philipp die Solidarität Zürichs und bittet um Vermittlung mit Luther

Datierung:
13. Oktober 1530
Huldrych Zwinglis Brief ist „in Eile“ in Zürich abgefasst und diese Eile merkt man ihm deutlich an, denn zweimal, einmal nach der Datierung und einmal nach der... zum Dokument

Landgraf Philipp übersendet Luther und dem kursächsischen Kanzler Brück die aus England zugestellten Unterlagen zur Scheidungssache König Heinrichs VIII. und bittet um ein Gutachten der Universität Wittenberg

Datierung:
16. September 1531
Die realisierte Fassung eines Textes (Ausfertigung) ist nur eine von mehreren Textmöglichkeiten; ein Konzept macht den zu ihr führenden Entscheidungsprozess,... zum Dokument

Landgraf Philipp wirbt bei Martin Luther um eine Verständigung mit den Oberdeutschen in der Abendmahlslehre

Datierung:
25. September 1534
Am 17. Oktober 1534 bestätigte Martin Luther Landgraf Philipp den Empfang eines Briefes, mit dem ihn der Landgraf gebeten habe, die Sache des Sakraments zu bedenken. Am... zum Dokument

Martin Luther unterstreicht seine Position in der Abendmahlfrage vor dem Kasseler Gespräch Melanchthons mit Bucer

Datierung:
17. Dezember 1534
Nach wiederholtem Drängen Landgraf Philipps, auf Grundlage der Stuttgarter Konkordie doch noch zu einer allgemeinen Einigung in der Abendmahlfrage zu kommen, hatte Martin... zum Dokument

Landgraf Philipp bittet Martin Luther, Philipp Melanchthon, Justus Jonas d. Ä., Johannes Bugenhagen in Wittenberg sowie die Marburger Theologen um ein Gutachten über die Täufer in Hessen

Datierung:
24. Mai 1536
„Mit Gott“ wollte Landgraf Philipp von Hessen Maßnahmen gegen die Täufer in seinem Land ergreifen. Die Kirchenhoheit sollte ihnen gegenüber durchgesetzt werden, daran... zum Dokument

Martin Luther erläutert Fürst Georg III. von Anhalt seine Vorstellungen über die künftige Verwendung der Bistümer, Stifte und Klöster

Datierung:
26. Oktober 1538
Mit der Einführung der Reformation erfuhr die Kirchenorganisation eine völlige Neuordnung. Nicht nur neue Behörden, wie beispielsweise Konsistorien, wurden eingerichtet,... zum Dokument

Luther rät Landgraf Philipp zur Vertreibung der Täufer aus Hessen

Datierung:
20. November 1538
Nachdem sich Martin Bucer vom 30. Oktober bis 1. November 1538 mit den in Marburg gefangenen Täufern auseinandergesetzt hatte, reiste er weiter nach Wittenberg, um dort... zum Dokument

„Wittenberger Beichtrat“, mit dem Luther und Melanchthon dem Landgrafen beichtweise Dispens zu einer Nebenehe erteilen

Datierung:
10. Dezember 1539
Man könnte beinahe meinen, die Frage nach einer „evangelisch“ – will sagen: alttestamentlich – begründbaren Doppelehe habe sich wie ein roter Faden durch das Verhältnis... zum Dokument

Martin Luthers Hausrechnung über Vermögen und Geldausgaben

Datierung:
[Ende 1541/Anfang 1542]
Im Jahr 1525 hatte der Reformator Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora geheiratet. Das Ehepaar bekam zwischen 1526 und 1534 sechs Kinder, wobei eines der... zum Dokument

Luthers Testament mit einem eigenhändigen Vermerk Philipp Melanchthons

Datierung:
6. Januar 1542
Im Jahr 1525 heiratete der Reformator Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora, die im Jahr 1523 mit einigen ihrer Mitschwestern aus dem... zum Dokument

Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen befreit Martin Luther von der Türkensteuer

Datierung:
21. März 1542

Landgraf Philipp äußert seine Zufriedenheit mit Luthers Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“

Datierung:
27. Januar 1543
Martin Luther Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ aus dem Jahr 1543 gehört zu den trübsten Kapiteln seiner publizistischen Tätigkeit. Sie reagierte wohl auf Sebastian... zum Dokument
Bild: Porträt Martin Luthers (Hochzeitsbilder von Martin und Katharina Luther); Öl auf Holz, 1526,
Cranach-Werkstatt; Wartburg-Stiftung Eisenach