Karl V.

Karl V. (1500-1558) stand als Kaiser an der Spitze des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Als Schutzherr der Kirche nahm er eine zentrale Rolle in den Religionsfragen seiner Zeit ein. Seine Politik gegenüber der Reformation war einerseits von Desinteresse geprägt, anderseits von einer rigiden Kompromisslosigkeit. Diese ambivalente Haltung gründet sich auf seinen universellen Machtansprüchen und der gleichzeitigen Abhängigkeit von den Reichsständen, die seine Kriege gegen Frankreich und gegen die Osmanen finanzieren sollten. 

Dokumente

Martin Luther nimmt Stellung zu Ulrich von Hutten und betont, er wolle für das Evangelium nicht mit Gewalt und Mord streiten

Datierung:
16. Januar 1521
Zu Beginn des Jahres 1521 hatte sich die Situation Luthers dramatisch verschärft. Eigentlich wurde bereits im Sommer 1518 der Prozess wegen Ketzerei gegen ihn in Rom... zum Dokument

Kaiser Karl V. verurteilt Luther gemäß der päpstlichen Bulle als Ketzer und befiehlt, ihn nach Ablauf des ihm gewährten 20tägigen freien Geleits gefangenzusetzen und an ihn zu überstellen, gegen seine Anhänger vorzugehen und seine Schriften nicht weiter zu verbreiten bzw. zu vernichten (Wormser Edikt)

Datierung:
8. August 1521
Die Verurteilung Luthers vollzog sich über drei Stufen: (1) Mit der Bulle „Exsurge Domine“ vom 15. Juni 1520 verurteilte Papst Leo X. 41 Lehrsätze aus Luthers Schriften... zum Dokument

Kaiser Karl V. befiehlt dem Rat der Altstadt Magdeburg unter Androhung der Reichsacht, sich der lutherischen Lehre und aller Aktionen gegen den katholische Klerus und Gottesdienst zu enthalten.

Datierung:
1. Juli 1527
Als am 8. Mai 1521 das Wormser Edikt auf dem Reichstag erlassen wurde, erhoffte sich Kaiser Karl V., damit der Ausbreitung der Lehren und Schriften Martin Luthers... zum Dokument

Huldrych Zwingli nimmt die Einladung zum Marburger Religionsgespräch an

Datierung:
14. Juli 1529
Auf dem Speyrer Reichstag des Jahres 1529 legten zwar die evangelischen Reichsstände ihre berühmte „Protestation“ gegen die Aufkündigung des Konsenses von 1526 durch... zum Dokument

Huldrych Zwingli entwirft einen Plan für eine großangelegte Unternehmung gegen den Kaiser (Consilium Gallicum)

Datierung:
12. März 1530
Knapp ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr vom Marburger Religionsgespräch wandte sich Huldrych Zwingli wiederum mit einem Brief an den Landgrafen. Es ist nicht sein... zum Dokument

Huldrych Zwingli lobt die Standhaftigkeit Landgraf Philipps, übermittelt Neuigkeiten aus Zürich und unterrichtet über seinen Streit mit Luther

Datierung:
20. September 1530
Der Brief Huldrych Zwinglis an Landgraf Philipp von Hessen war ursprünglich klein gefaltet, mit einem durchgezogenen Papierstreifen verschlossen und versiegelt gewesen.... zum Dokument

Kaiser Karl V. erklärt Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen in die Reichsacht

Datierung:
20. Juli 1546
Nachdem sich Karl V. im Frühjahr 1546 entschlossen hatte, militärisch gegen den Schmalkaldischen Bund vorzugehen und es Anfang Juli zu ersten Militäraktionen der... zum Dokument

Der Fußfall des Landgrafen Philipp von Hessen in Halle a.d. Saale

Datierung:
1547
Nach der Beilegung der außenpolitischen Konflikte mit Frankreich und dem Osmanischen Reich begann Kaiser Karl V. 1544 damit, den Kampf gegen die protestantischen... zum Dokument

Kaiser Karl V. verhängt die Reichsacht über die Altstadt Magdeburg

Datierung:
27. Juli 1547
Am 27. Juli 1547 erklärte Kaiser Karl V. der Stadt Magdeburg die Reichsacht und entzog ihr damit sämtliche Privilegien, was einen großen Schaden für die Stadt hervorrief.... zum Dokument
Bild: Kaiser Karl V.; Öl auf Eichenholz, um 1550 von Lucas Cranach d. Ä.; Wartburg-Stiftung, Eisenach