Friedrich der Weise

Friedrich III. (1463-1525), genannt der Weise, war Kurfürst von Sachsen. Seine tiefe Frömmigkeit zeigt die Wallfahrt ins Heilige Land (1493) und die bedeutende Reliquiensammlung in der Wittenberger Schlosskirche. Dass er Martin Luther und seine Anhänger gegen den Kaiser und die Papstkirche in Schutz nahm, war eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbreitung der reformatorischen Bewegung.

Dokumente

Aufforderung des Kurfürsten Friedrichs III. von Sachsen an den Abt des Klosters Pforta, ihm Reliquien für seine Sammlung aus der des Klosters zu überstellen.

Datierung:
26.4.1514
Im Spätmittelalter waren Wallfahrten und Heiligenverehrung üblich. Da man sich Gott überwiegend als unnahbaren, strengen und richtenden Gott vorstellte, war die Verehrung... zum Dokument

Martin Luther bittet über Georg Spalatin Kurfürst Friedrich den Weisen, er möge ihm das Geleit durch kursächsisches Gebiet verwehren und ihm so einen Vorwand liefern, um eine Vorladung nach Rom ablehnen zu können

Datierung:
28. August 1518
Der Sommer 1518 war ein sehr angespannter und dramatischer Zeitabschnitt in Luthers Leben. Seine Ablassthesen hatten eine große Verbreitung und breite Resonanz seit ihrer... zum Dokument

Johann König, Kanoniker aus Eisenach, teilt dem Siegler des Mainzer Erzstiftes, Dr. Kaspar Westhus, Einzelheiten des Überfalls auf Luther mit.

Datierung:
zwischen 4.5. und 12.5.1521
„Ich laß mich eintun und verbergen, weiß selbst noch nicht wo, und wiewohl ich lieber hätte von den Tyrannen […] den Tod erlitten, muß ich doch guter Leut Rat nicht... zum Dokument

Martin Luther ermahnt den Kurfürsten Friedrich den Weisen, das Kreuz der Wittenberger Unruhen geduldig zu ertragen und mit Klugheit vorzugehen. Er kündigt ihm seine baldige Rückkehr nach Wittenberg an.

Datierung:
um den 24.2.1522
Nach der Verweigerung des Widerrufes seiner Schriften und Lehren auf dem Reichstag von Worms im April 1521 wurde die Reichsacht über Martin Luther verhängt, die ihn für... zum Dokument

Andreas Bodenstein teilt Kurfürst Friedrich dem Weisen mit, dass er nach seiner Entlassung in Orlamünde zur Vermeidung neuer Glaubensstreitigkeiten auch auf sein Archidiakonat am Wittenberger Allerheiligenstift verzichtet

Datierung:
8. August 1524
Der durch seine radikale Gemeindereformation hervorgetretene und deshalb in Kursachsen unliebsam gewordene Andreas Bodenstein, genannt Karlstadt, erklärte in seinem Brief... zum Dokument

Kurfürst Friedrich III. von Sachsen informiert seinen Bruder, Herzog Johann von Sachsen, über seinen Gesundheitszustand und legt seine Auffassung zum Bauernaufstand dar.

Datierung:
14. April 1525
Wirtschaftliche Probleme, Druck der weltlichen und geistlichen Grundherren und die willkürliche Auslegung überlieferten Rechts haben im Verlauf des 15. Jahrhunderts die... zum Dokument

Herzog Johann von Sachsen informiert seinen Bruder, Kurfürst Friedrich III. von Sachsen, über die Aufstandsbewegung in Thüringen und in den angrenzenden Gebieten.

Datierung:
um den 30.4.1525
Auch vor und nach dem sogenannten Bauernkrieg von 1525 gab es im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit bäuerliche und städtische Unruhen. Zu keiner anderen Zeit aber... zum Dokument
Bild: Porträt von Friedrich dem Weisen (1566), in Triptychon der drei ernestinischen Kurfürsten von
Sachsen; Monogrammist ILG (Johann Lange, Gotha?); Wartburg-Stiftung, Eisenach.